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Buchpräsentation "Österreichs gefährdetes Kulturerbe"

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Buchpräsentation „Österreichs gefährdetes Kulturerbe“

Aus Anlass des 10-jährigen Gründungsjubiläums unseres Vereins sowie des Europäischen Kulturerbejahres 2018 (www.kulturerbejahr2018.at) präsentieren wir das von der Initiative Denkmalschutz herausgegebene und von den Autoren Mag. Wolfgang Burghart und Dr. Gerhard Hertenberger verfasste Buch "Österreichs gefährdetes Kulturerbe", das einen Überblick über den zum Teil erschreckenden Umgang mit historischer Bausubstanz in Österreich im letzten Jahrzehnt bietet, dargestellt an 70 aktuellen Fallbeispielen.

http://www.aktion21.at/_data/iD_oe_Buchpraesentation-Oesterr-gefaehrdetes-Kulturerbe.pdf

Burghart, Wolfgang, Hertenberger, Gerhard: Österreichs gefährdetes Kulturerbe. Vom Umgang mit historischen Bauten - 70 Fallbeispiele ((Hrsg. Initiative Denkmalschutz). Verlag Schreybgasse. Wien 2018. 256 Seiten. ISBN 978-3-7142-0055-3, € 29,90

BUCHBESCHREIBUNG: In den vergangenen zehn Jahren haben zahlreiche Kulturdenkmäler in Österreich tiefgreifende Veränderungen erfahren. Es geht um zunehmende Verluste an historischer Bausubstanz, problematische Veränderungen und akute Gefährdungen unseres baukulturellen Erbes, aber auch um Fälle geretteter Denkmäler. Aus einer fast erdrückenden Fülle von Objekten greifen die Autoren Wolfgang Burghart und Gerhard Hertenberger typische Beispiele für das Versagen zuständiger Institutionen, für politische Einflussnahme und/oder Profitgier von Spekulanten auf. Berichtet wird aber auch über das große Engagement von Privatpersonen oder Unternehmen, die weitgehend ohne finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand Objekte vorbildlich sanieren und damit einen entscheidenden Beitrag zum Bewahren unseres kulturellen Erbes für zukünftige Generationen leisten.

Gerade im Europäischen Kulturerbejahr 2018 soll mit diesem Buch der Wert unseres baulichen Erbes, das entscheidend für die Signifikanz der Orte ist, an denen Kultur im weitesten Sinn stattfindet, herausgearbeitet werden. Das vorliegende Werk bietet einen Überblick über das Geschehen im Denkmalschutz der letzten zehn Jahre und gibt an Hand von 70 Einzeldenkmälern Einblick in die vielfältigen Probleme beim Einsatz für deren Erhalt.

Kann über den Verein Initiative Denkmalschutz oder über den gut sortierten Buchhandel bezogen werden.

ÜBER DIE AUTOREN:

MAG. WOLFGANG BURGHART

geb. 1973, Studium der Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Wien. Tätigkeiten im Verlagswesen, Buch- und Antiquitätenhandel. Langjährige Beschäftigung mit den Themen Architekturgeschichte, Denkmalschutz und Industriekultur. Neben Österreich stellt Ostdeutschland (Sachsen) einen Schwerpunkt seiner Aktivitäten dar. Korrespondent der Zeitschrift "Industriekultur" und seit 2008 Chefredakteur der Zeitschrift "Denkma[i]l" der Initiative Denkmalschutz.

DR. GERHARD HERTENBERGER

geb. 1967, Studium der Biologie an der Universität Wien, anschließend Forschungstätigkeit, Wissenschaftsautor für Biowissenschaften, sowie Buchautor. Seit den 1990er-Jahren intensive Beschäftigung mit baukulturellem Erbe, Fotodokumentation historischer Gebäude und umfangreiches Archiv. In den vergangenen Jahren als Experte für Denkmalschutzfragen und freier Autor zahlreicher investigativer Artikel u. a. in der Zeitschrift "Denkma[i]l" der Initiative Denkmalschutz, deren Chef vom Dienst er seit 2013 ist.

DER BUCHINHALT

GELEITWORTE (u. a.):

- Univ.-Prof. Dr. phil. lic. phil. Nott Caviezel, Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege, Forschungsbereich Denkmalpflege und Bauen im Bestand, Technische Universität Wien

- Univ.-Prof. Dr. Wilfried Lipp, Ehrenpräsident ICOMOS Österreich (Internationaler Rat für Denkmalpflege; Präsident 2002-2018)

- Univ.-Doz. Prof. Dr. Bernd Lötsch, von 1994-2009 Generaldirektor des Naturhistorischen Museums Wien

EINLEITUNG: Denkmalschutz in Österreich 2008-2018, 10 Jahre Initiative Denkmalschutz, Wolfgang Burghart, Chefredakteur "Denkma[i]l" Initiative Denkmalschutz

DIE 70 FALLBEISPIELE

GEFÄHRDET: Schloss Greifenberg in Radmer (Stmk.), der Perlmooserhof in Mannersdorf (Bgld.), Gut Guggenthal bei Salzburg (Sbg.), Schloss Ladendorf im Weinviertel (NÖ), Schloss Batthyány in Trautmannsdorf/Leitha (NÖ), die alte Poststation in Perschling (NÖ), der Klagenfurter Schrotturm (Ktn.), die Badlwandgalerie bei Peggau (Stmk.), die Papierfabrik Klein-Neusiedl (NÖ), das Südbahnhotel am Semmering (NÖ), die Villa Seewald in Pressbaum (NÖ), das Hotel Alpenhof am Achensee (Tirol), die Hammerbrot‐Fabrik in Schwechat (NÖ), das historische Zentrum Bad Gasteins (Sbg.), Stollenanlage „Quarz“ bei Melk (NÖ)

VERLOREN: der Mang‐Hof in St. Peter am Kammersberg (Stmk.), das Haidhaus in Innerbraz (Vbg.), das Meiergut in Schlüßlberg (OÖ), das Wolf‐Dietrich‐Berghaus am Dürrnberg (Sbg)., Gasthof „Goldener Hirsch“ in Kaumberg (NÖ), die Gartlmühle in Gresten (NÖ), die Brauerei Noppinger an der Salzach (Sbg.), die alte Brauerei Schwechat (NÖ), der Kastellhof in Graz (Stmk.), das Hotel Burger in Wienerbruck (NÖ), der Staberhof in Waiern (Ktn.), der ehemalige Pfarrhof von Trumau (NÖ), die ehemalige Kattundruckerei Farovino in Graz (Stmk.), Bauernhaus vlg. Oderich in Neudorf bei Parndorf (Bgld.), die Waisenhauskaserne Klagenfurt (Ktn.), die Arbeitersiedlung Marienthal (NÖ), Totalabbruch Schweizertalstraße 16 (Wien), die Lambacher Flachsspinnerei Stadl‐Paura (OÖ, das Café Wenninger in Wiener Neustadt (NÖ), der Seebahnhof in Gmunden (OÖ), die Eichenhalle in Kirchberg in Tirol, die Linzer Eisenbahnbrücke (OÖ), der Kampf um das Haus Bauernmarkt 21 (Wien), Historische Bedürfnisanstalten in Wien, die Villa Jaray in Wien-Grinzing, die Murbrücke in Judenburg (Stmk.), das Josef‐Afritsch‐Heim in Wien‐Hietzing

GERETTET: der Untere Edelhof in Forchtenstein (Bgld.), der Schwarzer Hof in Eisenerz (Stmk.), Bergbau Platzertal (Tirol), die Ögghöfe im Kaunertal (Tirol), Schloss und Park Pöckstein (Ktn.), die Zinkhütte in Döllach (Ktn.), die Ankerbrotfabrik (Wien), Schloss Rotenturm an der Pinka (Bgld.), Bahnhof der Kaltenleutgebner Bahn in Perchtoldsdorf (NÖ), das Kaiserin-Elisabeth-Krankenhaus in Hohenems (Vbg.), die Baumwollspinnerei Teesdorf (NÖ), das Strandbad Klosterneuburg (NÖ), der Toboggan (Wien), die Villa Werner und das Klimt-Atelier (Wien), Haus Dellacher in Oberwart (Bgld.),

VERÄNDERT: der Schlüsselhof in Steyr (OÖ), Der Garten von Schloss Aschach (OÖ), Die Demontage des Hofkammerarchivs (Wien), Der Schubert-Turm in Wien-Erdberg, Die Sofiensäle in Wien-Landstraße, Rotunde/Riesenrundgemälde Innsbruck (Tirol), der Salzburger Hauptbahnhof (Sbg.), das Otto-Wagner-Spital Am Steinhof (Wien), die Rosenhügel-Studios (Wien), Struberkaserne und Panzerhalle (Salzburg), der Westbahnhof (Wien), Gebäudeaufstockungen in Wien, der Augarten und die Konzerthalle MuTh (Wien)

 

Emmersdorfer Stadel muss erhalten werden, 23. 10. 2018

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Initiative Denkmalschutz: Emmersdorfer Stadel muss erhalten werden!
Der Klagenfurter Stadtsenat möchte heute den Abriss beschließen

Emmersdorf Seit vielen Jahren verlottert der im Eigentum der Stadt Klagenfurt befindliche Stadel des Schlosses Emmersdorf in Klagenfurt-Wölfnitz. Noch vor wenigen Jahren befürwortete Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, damals noch als Vizebürgermeisterin, die Erhaltung des Stadels, doch seit kurzem scheint alles anders zu sein und jetzt soll es sehr schnell gehen. „Speed kills“. Cui bono?

Stadt Klagenfurt hat baukulturelle Verantwortung zu tragen!

Nicht alles, was nicht denkmalgeschützt ist, ist nicht erhaltenswert. Auch wenn das Bundesdenkmalamt keine Unterschutzstellung erwägt, tragen Land Kärnten und insbesondere die Stadt Klagenfurt Verantwortung für ihr baukulturelles Erbe (nicht umsonst gibt es das Kärntner Ortsbildpflegegesetz oder eigene Schutzzonen-Verordnungen wie z.B. in Wien, dort auch für Einzelobjekte). Der Emmersdorfer Stadel aus der Mitte des 19. Jh. (vielleicht auch älter) ist ein inzwischen selten gewordener Typus eines Stadels mit Ziegelgittern, der ein argrarisches Kulturdenkmal von lokaler Bedeutung darstellt.

Ist die Stadt Klagenfurt ihrer eigenen Erhaltungspflicht nicht nachgekommen?

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Synagoge Gänserndorf: Trotz Denkmalschutz vor Abriss? 16. Aug. 2018

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Synagoge in Gänserndorf trotz Denkmalschutz kurz vor Abriss? Bürgermeister forciert weiter Abbruch schlicht für einen "Parkplatz"!

Gänserndorf Initiative Denkmalschutz: Ausgerechnet der Obmann des Kulturausschusses im Landtag möchte seltene bauliche Reste jüdischer Synagogenbaukultur Niederösterreichs zerstören!

Wien (OTS) - Mit der Behauptung "Einsturzgefahr" könnte der Bürgermeister und Landtagsabgeordnete René Lobner (ÖVP) sein lang gehegtes Ziel doch noch erreichen und die ehemalige Synagoge samt Rabbinerhaus abreißen lassen (NÖN, 9.8.). Zuvor hatte das Denkmalamt seine Abrisspläne durchkreuzt und mittels Eilverfahren beide Gebäude vorläufig unter Denkmalschutz gestellt. Das Bundesdenkmalamt attestiert den Gebäuden trotz ihrer starken Veränderungen einen "bedeutsamen dokumentarischen geschichtlichen Charakter", vor allem als äußerst rarer Typus aus Kombination Synagoge und Rabbinerhaus.

Versucht Bürgermeister letztes Schlupfloch im Gesetz zu nützen?

Nur mit dem Nachweis "Gefahr im Verzug" darf der Bürgermeister die im Eigentum der Gemeinde befindlichen Gebäude ohne Zustimmung des Bundesdenkmalamtes abbrechen. Dies setzt voraus, dass "Gefahr für höherwertige Rechtsgüter besteht, vor allem bei Gefahr für Leben und Gesundheit von Menschen", was mit "Einsturzgefahr" bei leerstehenden und vor Zutritt gesperrten Gebäuden allein kaum zutreffen wird.

IKG - Israelitische Kultusgemeinde hat Abriss nie zugestimmt!

Noch immer behauptet der Bürgermeister, die IKG habe dem Abriss vor Jahren zugestimmt. Dies ist nicht richtig, wie es aus einem Schreiben aus der IKG an die Initiative Denkmalschutz hervorgeht.

Erhaltung der Synagoge Gänserndorf Kulturaufgabe des Landes NÖ

Die Synagoge in der Bahnstraße 60 wurde 1889 vom Architekten Jakob Modern erbaut und 1908 um das Rabbinerhaus erweitert. Unabhängig davon, ob die Bauten den strengen Denkmalschutzkriterien entsprechen werden, hat das Land Niederösterreich, und insbesondere der Bürgermeister von Gänserndorf, eine Kulturverantwortung wahrzunehmen. Besonders tragisch, wenn ausgerechnet der NÖ-Kulturausschuss-Obmann hier ein besonders verheerendes Beispiel für das Land abgeben würde.

Rückfragen & Kontakt:
Markus Landerer und Claus Süss, Initiative Denkmalschutz, mobil: 0699/1024 4216 und 0676/740 43 27, www.initiative-denkmalschutz.at

Foto: Synagoge Gänserndorf, Initiative Denkmalschutz

Original APA-OTS-Presseaussendung:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180816_OTS0010
 

Für die Erhaltung Frühgründerzeithaus Radetzkystraße 24-26, 20.06.2018

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Initiative Denkmalschutz: Für die Erhaltung des Frühgründerzeithauses Radetzkystraße 24-26 in Wien-Landstraße. Demo: Fr., 22.6., 18:30 Uhr

Überstürzte Demolierungsversuche wegen bevorstehender Novelle der Bauordnung für einen besseren Schutz für Wiener Altbauten?

1030 Wien

Wien (OTS) - Mit 1. Juli soll die Gesetzesnovelle zur neuen Bauordnung in Kraft treten, die erstmals einen Schutz auch für erhaltenswerte Altbauten außerhalb von Schutzzonen vorsieht (erbaut vor 1945). Im Weißgerberviertel im 3. Bezirk scheint sich nun die Lage bei einem solchen Bauwerk dramatisch zuzuspitzen. Das 1847-49 erbaute Frühgründerzeithaus mit seiner repräsentativen turmartigen Ecklösung zum Donaukanal zeichnet sich durch seine bemerkenswert frühe neogotische Formensprache aus (Stadtbaumeister Josef Kastan).

Jetzt hat der Eigentümer, obwohl sein Haus noch von zahlreichen Mietern (zum Teil mit unbefristeten Verträgen) bewohnt wird, bereits den Wohnungsinhabern des Nachbarhauses einen bevorstehenden Abriss angekündigt und stellt derzeit ein Baugerüst auf. Nun wird befürchtet, dass der Eigentümer schwer rückgängig zu machende Tatsachen schafft und vielleicht die Fassade am Eckturm demolieren will. Bewohner des Hauses haben jetzt eine Petition zur Rettung des Hauses eingereicht: www.wien.gv.at/petition/online

Demonstration Rettet das Frühgründerzeithaus Radetzkystraße

Datum: Freitag, 22.06.2018, 18:30 - 19:00 Uhr

Ort: Radetzkystraße 26, Ecke Dampfschiffstraße 18, 1030 Wien, Österreich

Url: https://www.wien.gv.at/petition/online/PetitionDetail.aspx?PetID=9cf3cb466f50481fbace26c9e3336037

Rückfragen & Kontakt:
Markus Landerer und Claus Süss
Initiative Denkmalschutz
mobil: 0699/1024 4216 und 0676/740 43 27
www.initiative-denkmalschutz.at

Foto: Erich J. Schimek für die Initiative Denkmalschutz

Original APA-OTS-Presseaussendung siehe: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180620_OTS0129


 

Gries am Brenner: Eigentümer will spätgotisches Haus retten, Bürgermeister fordert Abriss!

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Kuriosum zum Europäischen Kulturerbejahr 2018: Eigentümer will spätgotisches Haus retten, doch Tiroler Bürgermeister fordert Abriss!

Initiative Denkmalschutz fordert Land Tirol und den Bund auf zu vermitteln, um dem Eigentümer bei seinem vorbildlichen Einsatz für unser österreichisches Kulturerbe zu unterstützen

Gries am Brenner

Wien (OTS) - In der Gemeinde Gries am Brenner wurde nach einem Steinschlag 2011 ein großräumiges Sperrgebiet mit Betretungsverbot erlassen, darunter auch für das alte spätgotische Widum (Pfarrhaus). Ein Jahr später hat die Baubehörde sogar „Einsturzgefahr“ attestiert und wegen "Gefahr in Verzug“ einen Abbruchbescheid für das Widum erlassen, doch schien die Gemeinde jahrelang keine Eile mit der Umsetzung zu haben. Auch vom Betretungsverbot wurden vielfache Ausnahmen erlassen, nicht jedoch für den seit 2016 neuen Eigentümer des Widums im Ortsteil Lueg (Nr. 216), der es restaurieren will.

Mittlerweile hat das Bundesdenkmalamt das geschichtsträchtige, im Kern aus der Mitte des 15. Jh. stammende Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, doch Bürgermeister Karl Mühlsteiger (Offene Gemeindeliste) pocht weiterhin auf Abriss und hat beim Bundesverwaltungsgericht den Bescheid beeinsprucht, eine Entscheidung ist in Bälde zu erwarten.

Mehr Eigentümerwertschätzung statt Kulturvernichtungsförderung!

Österreich ist eines der letzten Europaratsmitglieder, das die „Konvention von Granada“ (1985) noch immer nicht ratifiziert hat, sodass Eigentümer ihre Denkmäler weitgehend konsequenzlos verfallen lassen dürfen. Umso schlimmer, wenn die Politik stattdessen engagierten Denkmaleigentümern Prügel vor die Füße wirft. Nach dem Abriss des kulturhistorisch bedeutenden, im Kern aus dem Mittelalter stammenden Gasthauses in Lueg (Nr. 210) vor wenigen Jahren, bleibt umso mehr zu hoffen, dass zumindest dieses Baujuwel gerettet wird. Bei gutem Willen aller Akteure sollte eine Lösung gefunden werden.

Foto: Initiative Denkmalschutz

Original APA-OTS-Pressemeldung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180606_OTS0012

Rückfragen & Kontakt:
Markus Landerer und Claus Süss
Initiative Denkmalschutz
mobil: 0699/1024 4216 und 0676/740 43 27
www.initiative-denkmalschutz.at


 

Hitler Geburtshaus: Initiative Denkmalschutz forder Erhaltung statt tiefgreifende Veränderung, 10. April 2018

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Hitlers Geburtshaus in Braunau: Initiative Denkmalschutz fordert Erhaltung des Altstadthauses statt tiefgreifende Veränderung

OÖ Keine denkmalbehördliche Bewilligung für baulichen Eingriff mehr nötig. Denkmalamt mittels Enteignungsgesetz ausgeschaltet

Wien (OTS) - „Wir müssen dem Haus die Optik nehmen“, wird der zuständige Sektionschef im Innenministerium, Hermann Feiner im Kurier zitiert (6.4.). Wie künftig auf die Bedeutung des Ortes hingewiesen werden soll, soll mittels Architektenwettbewerb geklärt werden.

Denkmalamt entmachtet: sogar Komplettabriss theoretisch möglich

Kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen, wurde mit dem im Nationalrat beschlossenen Enteignungsgesetz (Dez. 2016) auch dem Bundesdenkmalamt jegliche Möglichkeit genommen, Eingriffe in die Bausubstanz zu untersagen, wenn diese "der dauerhaften Unterbindung der Pflege, Förderung oder Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts oder eines bejahenden Gedenkens an den Nationalsozialismus" dienen. Sogar ein Komplettabriss wäre hier "mitumfasst" ("vollständige Beseitigung des Geburtshauses von Adolf Hitler", Zitat aus den Erläuterungen zur Regierungsvorlage). Doch auch ein starker "optischer Eingriff" würde das gut erhaltene Altstadtensemble in der Salzburger Vorstadt schwer beschädigen.

Initiative Denkmalschutz fordert von Bundesminister für Inneres, Herbert Kickl (FPÖ) die umfassende Erhaltung

Zwischen Denkmalschutz und einem Gedenkort, der sich auf NS-Täter und die NS-Schreckensherrschaft bezieht, muss kein Widerspruch existieren. Die Initiative Denkmalschutz schließt sich daher dem Internationalen Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) Austria an, der das aus dem 17. Jh. stammende Haus als "authentischen Erinnerungsort der Aufklärung und Entmystifizierung nationalsozialistischer Ideologie bewahrt und einer entsprechenden Nutzung zugeführt" sehen will. Das Konzept von Andreas Maislinger für ein "Haus der Verantwortung" scheint in diesem Sinne beispielsweise besonders geeignet.

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UNESCO-Welterbe Wien: Ohne Reduktion Heumarkt-Hochhaus zielsicher zur Aberkennung. Hier die Fakten, 26.03.2018

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UNESCO-Welterbe Wien: Ohne Reduktion des Heumarkt-Hochhausprojekts zielsicher zur Aberkennung. Initiative Denkmalschutz zeigt die Fakten

OÖ Die ÖVP-FPÖ Bundesregierung muss den Flächenwidmungsplan beeinspruchen und den Turm reduzieren. Aktuelle Aussagen des Kulturministers Blümel lassen jedoch anderes befürchten.

Wien (OTS) - Bundesminister Gernot Blümel äußerte sich im Standard Interview (online 24.3.), dass er auf die Wiederaufnahme der Gespräche mit der UNESCO setzt, um die Aberkennung des Welterbetitels abzuwenden. In den seit Juni 2017 gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan, der das 66 m Hochhausprojekt erst ermöglicht, möchte er jedoch nicht eingreifen. Somit scheint die Bundesregierung lediglich bestrebt zu sein, das aktuelle Heumarkt-Projekt der UNESCO "schmackhaft" zu machen, doch dies ist mehr als unrealistisch.

Seit 2012/13 haben das UNESCO-Welterbekomitee und die beratende Fachorganisation ICOMOS (Internationaler Rat für Denkmalpflege) sich beim Heumarkt-Projekt 'Hotel InterContinental - Wiener Eislaufverein' ganz klar deklariert: keine Höherwidmung als Bestand (ca. 39 m). ALLE FAKTEN U. UNESCO-BESCHLÜSSE: www.idms.at/unesco/unesco-heumarkt.pdf

Bundesregierung muss jetzt rechtliche Schritte ergreifen

Da Wien weiter uneinsichtig bleibt und nicht alle Maßnahmen zur Durchsetzung des Welterbeübereinkommens (BGBl.Nr.60/1993) setzt, muss nun der zuständige Bundesminister für Kultur, Gernot Blümel (gemäß Bundesverfassungsgesetz Art. 16 Abs. 4), die Zuständigkeit an sich ziehen und selbst die erforderlichen Maßnahmen treffen.

Stadt Wien hat von Anfang an UNESCO-Titel Aberkennung provoziert

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"Kulturstadt" Salzburg plant radikale Schrumpfkur für historischen Althausbestand. iD schockiert, 21.02.2018

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"Kulturstadt" Salzburg plant radikale Schrumpfkur für historischen Althausbestand - Verein Initiative Denkmalschutz schockiert

OÖ Über 1/4 der Gebäude außerhalb der Altstadt sollen aus dem Erhaltungsgebot fallen. Morgen tagt der Planungsausschuss. Initiative Denkmalschutz fordert Einbindung der Öffentlichkeit!

Wien (OTS) - Unter dem Vorwand der besseren Überprüfbarkeit der Erhaltungsgebote hat die Stadt Salzburg eine Studie bei "Terra Cognita" in Auftrag gegeben, in der jetzt 305 der 1.159 überprüften historischen Gebäude aus dem Erhaltungsgebot fallen sollen (§ 59 Salzburger Raumordnungsgesetz 2009). Besonders kritisiert werden müssen die dazu völlig ungeeigneten Kriterien zur Beurteilung der Erhaltenswürdigkeit, die dem kulturhistorischen Wert der Gebäude keinesfalls gerecht werden. Warum soll z.B. eine "nicht wahrnehmbare Bauflucht" in Bezug zum Bebauungsplan(!) ein negatives Kriterium darstellen? Sollte dies nicht viel mehr zum Anlass genommen werden, die Baufluchtlinien wieder dem historischen Bestand anzupassen, um diesen besser zu schützen? Auch die kolportierte Chimäre der Vorteile (effektiverer Schutz für die verbleibenden Gebäude) löst sich bei näherer Betrachtung des Grundsatz-Amtsberichts (29.12.2017) in Rauch auf, denn in diesem zeigt die Magistratsabteilung 5 (Raumplanung und Baubehörde) schonungslos auf, dass auch die "Reduzierung der Gesamtzahl an Erhaltungsgeboten nicht dazu führen wird, dass die Zahl der Abbruchansuchen sinkt" (S.13), sondern dies schlicht zu einer schnöden "Verwaltungsvereinfachung" führen wird (S.15). Daher fordert die Initiative Denkmalschutz die Einbindung der Öffentlichkeit und eine Diskussion über die völlig unzureichenden Bewertungsmaßstäbe.

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Kaumberg: Wieder historischer Gasthof vor Abriss ohne Bewilligung durch Denkmalamt? 29.12.2017

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Initiative Denkmalschutz: Wieder historischer Gasthof im Bezirk Lilienfeld vor Abriss? Wieder ohne Bewilligung durch Denkmalamt?

Bürgermeister von Kaumberg möchte Gasthaus "Goldener Hirsch" wegen "Gefahr im Verzug" abreißen!

Klosterneuburg Bereits 2011 wurde im politischen Bezirk Lilienfeld ein denkmalgeschützter historischer Gasthof wegen "Gefahr im Verzug" abgerissen ("Zum Schwarzen Adler", Gemeinde Türnitz), nun möchte auch der Kaumberger Bürgermeister Michael Wurmetzberger gleiches vollbringen und hat bereits einen Abrissbescheid ausgestellt.

Initiative Denkmalschutz attestiert Befangenheit in Gemeinde – Belohnung durch Vernachlässigung?

2005 hat die Gemeinde Kaumberg das ehemalige Gasthaus "Goldener Hirsch", zuletzt auch als "Gasthof Rohrer" bekannt, erworben. Seit 2006 steht der Gasthof unter Denkmalschutz. Die Gemeinde hat gemäß Niederösterreichischer Bauordnung (§ 34 Abs. 1) eine Erhaltungsverpflichtung (Vermeidung von Baugebrechen) sowie die Verpflichtung ggf. Baugebrechen zu beheben. Nun will der seit März amtierende Bürgermeister nach 12 jähriger Vernachlässigung und Ausbreitung von Schimmelpilz und Hausschwamm im Namen der Gemeinde "Tabula rasa" machen und den Abriss durchsetzen. Das Pikante daran: Der Bürgermeister hatte als Baubehörde I. Instanz 12 Jahre Zeit die Erhaltungsverpflichtung von seiner eigenen "Marktgemeinde Kaumberg" als Eigentümerin einzufordern. Jetzt möchte der neue Bürgermeister – trotz Denkmalschutz – den Abbruch durchsetzen. Hätte also der Bürgermeister nicht schon Jahre zuvor die Behebung der Baugebrechen des im Gemeindebesitz befindlichen Gasthauses einfordern müssen, bevor sich die Bausubstanz derart verschlechtert, dass sogar mittels "Gefahr im Verzug" argumentiert wird? Soll jetzt diese Vernachlässigung durch Zerstörung eines Denkmals "belohnt" werden? Die Initiative Denkmalschutz fordert daher die Gemeinde Kaumberg auf ihre eigene Verantwortung wahrzunehmen und das geschichtsträchtige Gebäude zu erhalten.

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"Belvedere Stöckl": Schwerer Eingriff in historischen Garten Palais Schwarzenberg, 13.12.2017

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Brauereiprojekt "Belvedere Stöckl": Schwerer Eingriff in historischen Garten Palais Schwarzenberg - bedeutendes Kulturdenkmal gefährdet!

OÖ Initiative Denkmalschutz (IDMS) und die Österreichische Gesellschaft für historische Gärten (ÖGHG) protestieren.

Wien (OTS) - Der Garten des Gartenpalais Schwarzenberg zählt zu den bedeutendsten historischen Gartenanlagen in Österreich. Die beiden Vereine ÖGHG und Initiative Denkmalschutz haben keinesfalls Bedenken wegen der neuerlichen Nutzung des Stöckls und eines kleinen Teiles des Gartens bei der Prinz Eugen-Straße 25 zu Gastronomiezwecken.

Sofortiger Stopp des überdimensionierten Bauprojekts gefordert

Doch ein Lokal mit derzeit geplanten 880 Plätzen im Inneren eines neu zu errichtenden Baues und auf einer neu zu bauenden weit in die Gartenanlage ragenden Plattform oberhalb der „Oberen Kaskade“, auch außerhalb jeder bebaubaren Zone(!), muss auf Widerstand stoßen, zumal das Projekt im Parkschutzgebiet, in einer Schutzzone sowie in der Kernzone des UNESCO-Welterbes "Historisches Zentrum von Wien" liegt.

Garten denkmalschutzwürdig aber nicht denkmalgeschützt!

Besonders absurd erscheint die Tatsache, dass der Garten des Palais Schwarzenberg p

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Karolinenhof in Jedlesee: Herber Verlust für das Stadtbild, 24.08.2017

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Initiative Denkmalschutz: Herber Verlust für das Wiener Stadtbild
Der Karolinenhof in Floridsdorf soll abgerissen werden

Aus dem Abbruch des Hopf-Hauses in Kagran 2014 nichts gelernt? Die vielfachen Versäumnisse der Stadt Wien fordern ihr nächstes Opfer

1210 Wien

Die Wiener Bezirkszeitung berichtet in ihrer aktuellen Floridsdorf-Ausgabe (23.8.) über den bevorstehenden Abriss des 1913 erbauten Karolinenhofes in der Jedleseer Straße 75. Das markante Gründerzeitgebäude mit späthistoristischer Fassadengliederung sowie secessionistischen Stilanklängen (Ecke Bellgasse 39; Architekt: Franz Aubrecht) bildet gemeinsam mit dem gegenüber liegenden Karl-Seitz-Hof (bedeutender Gemeindebau der Zwischenkriegszeit) ein wertvolles Ensemble in Jedlesee. Laut Bezirkszeitung wurde der Karolinenhof jetzt verkauft und soll einem Neubau mit 44 Eigentumswohnungen weichen.

Initiative Denkmalschutz: x-tes Schutzzonenversäumnis der Stadt Wien

Zum x-ten Male und seit vielen Jahren muss unser Verein auf die vielerorts verschleppten Schutzzonenwidmungen verweisen, denn spätestens seit 1996 muss der Stadt Wien die Notwendigkeit großzügiger Schutzzonenerweiterungen bewusst sein. Damals wurde ein eigenes Schutzzonenmodell (MA 19) ausgearbeitet und der Bereich beim Karl-Seitz-Hof als "mit hoher Wahrscheinlichkeit" schutzzonenwürdig ausgewiesen. Die aktuell gültigen Flächenwidmungs- und Bebaungspläne sind zwar nach 1996 erstellt worden und besitzen trotzdem keine Schutzzonenwidmung, nämlich 1998 Plandokument 7071 für Karolinenhof und 2003 Plandokument 7582 für Karl-Seitz-Hof.

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Taborstraße 18: Das erste Grand Hotel Wiens darf nicht filetiert werden, 21.7.2017

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Initiative Denkmalschutz: „Das erste Grand Hotel Wiens darf vom Bundesdenkmalamt (BDA) nicht filetiert werden!“ (2., Taborstraße 18)

Für den von Ludwig Förster und Theophil Hansen 1848 erbauten herausragenden Markstein späterer Ringstraßenhotels ist eine Teilunterschutzstellung in potemkinscher Manier zu befürchten.

1020 Wien

Wien (OTS) - Zwischen Wiens allererstem Bahnhof und der Innenstadt entstand das wohl früheste Grand Hotel der Monarchie, eines oder das fortschrittlichste Hotel Europas, Orientierungsbau für spätere Ringstraßenhotels! Dachgarten mit Springbrunnen und Blick über Wien, Hebevorrichtung für Gäste - noch vor Erfindung des Aufzugs, Heiß- und Kaltluft mittles Dampfmaschine sowie Wasserklosetts boten Luxus pur.

Gesamterhalt statt denkmalpflegerische Bankrotterklärung

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder will sich um dieses Gebäude in der Leopoldstadt erweitern, was einer Zerstörung der einzigartigen Innenstruktur mit ihrem ungewöhnlichen Grundriss gleichkäme. In Bälde ist der Schutzbescheid des BDA zu erwarten, jedoch ist zu befürchten, dass wesentliche Teile des Baujuwels vom Schutz ausgenommen werden. Es wäre eine denkmalpflegerische Bankrotterklärung, wenn hier dem Druck von Politik und Eigentümer nachgegeben wird. Der Gesamterhalt wird auch von Denkmalexperten und Architekturhistorikern unterstützt.

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Abriss Gründerzeithaus Webergasse 13: Wann reagiert Politik endlich? 18.7.2017

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Initiative Denkmalschutz: Abriss Gründerzeithaus Webergasse im 20. Bezirk. Wann reagiert Stadt- und Bezirkspoltik endlich?

Laufend werden erhaltenswerte Altbauten in Wien abgerissen und die Entwicklung scheint sich zu beschleunigen

1200 Wien

Dieser Tage wird das Eckhaus Webergasse 13 / Denisgasse 1 in der Brigittenau abgerissen (Foto). Besonders tragisch: Das Gründerzeithaus wurde gemeinsam mit den Häusern Webergasse 9-11 1873 als Einheit erbaut (Fotomontage), das mittlere Gebäude (Nr. 11) wurde revitalisiert, doch jetzt fällt das am besten und am authentischsten erhaltene. Eine Bürgerinitiative hatte sich davor noch gebildet und unlängst gemeinsam vor Ort am 7. Juli Abschied genommen (https://www.facebook.com/AbrissverhindernWebergasse13 ).

Sogar Wallensteinstraße könnte größtenteils abgerissen werden - Neuwidmungen von Schutzzonen dringend erforderlich

Die letzte Neuwidmung rund um die Webergasse 13 und der Wallensteinstraße stammt aus dem Jahr 2004 (Plandokument 7263 und 7590), 1200 Wien Die letzte Neuwidmung rund um die Webergasse 13 und der Wallensteinstraße stammt aus dem Jahr 2004 (Plandokument 7263 und 7590), doch seit 1996 ist bekannt, dass das Gebiet rund um die Wallensteinstraße und deren Ausläufer mit "hoher Wahrscheinlichkeit" schutzwürdig ist (siehe MA 19 Plan: http://www.idms.at/images/IDMS/x_diverse/MA19-Schutzzone_Ausgangslage_1996.jpg ).

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Heumarkt: UNESCO-Welterbe Wien auf "Roter Liste" - Strafanzeige gegen 51 Gemeinderäte, 7.7.2017

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UNESCO-Welterbe Wien auf "Rote Liste": Strafanzeige gemäß § 302 StGB Dringender Verdacht auf Amtsmissbrauch gegen 51 Wiener Gemeinderäte

Initiative Denkmalschutz: List Rechtsanwalts GmbH reicht heute eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft ein

1010 Wien

Wien (OTS) - Gestern hat das Welterbekomitee in Krakau das Welterbe "Historisches Zentrum von Wien" auf die "Rote Liste" der gefährdeten Welterbestätten gesetzt. Die weitere Folge ist zweifellos die Aberkennung des Welterbeprädikats. Umso erstaunter musste daher die Öffentlichkeit am 1. Juni zur Kenntnis nehmen, dass 51 Gemeinderäte der SPÖ und Grünen für die Umwidmung des Heumarkt-Areals und somit quasi für die Aberkennung des Welterbeprädikats gestimmt haben. Die List Rechtsanwalts GmbH hat im Namen der Initiative Denkmalschutz die Gemeinderäte mehrmals darüber informiert, dass die Welterbekonvention in Österreich im Gesetzesrang steht (BGBl 60/1993) und die Stadt Wien verpflichtet ist, das Weltkulturerbe zu schützen, zu erhalten und an kommende Generationen weiterzugeben. Durch die Abstimmung am 1.6. hat die Mehrheit der Gemeinderäte diese eindeutigen Pflichten verletzt. Dadurch wurde das Recht der Republik Österreich auf Erhaltung des Welterbes in eklatanter Weise geschädigt. Führen hoheitliche Maßnahmen zur Beschädigung von denkmalgeschützten Gebäuden, so sieht der OGH das Delikt des Amtsmissbrauchs (§ 302 StGB) als erfüllt. Jetzt wird die Staatsanwaltschaft zu prüfen haben, ob das Welterbe, ähnlich wie Denkmäler, strafrechtlichem Schutz unterliegt.

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Heumarkt-Demo 30.5. anlässlich Gemeinderat am 1.6., 25.05.2017

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Aviso: Di., 30.5., Heumarkt-Demo anlässlich Wiener Gemeinderat am 1.6.: Für Welterbe und Rechtsstaatlichkeit, gegen Staatsvertragsbruch

Initiativen Stadtbild- und Denkmalschutz sowie Aktion 21

1010 Wien

Wien (OTS) - Am Donnerstag, 1. Juni tagt der Wiener Gemeinderat. Dieser will die Sportfläche des Eislaufvereines zum Teil in Bauland umwidmen. Diese von Maria Vassilakou forcierte Umwidmung würde zugunsten des Hedge Fonds Manager DDr. Michael Tojner erfolgen und die berühmte Sichtachse Belvedere-Innenstadt massiv schädigen.

Stopp Umwidmung bis Welterbe-Sitzung im Juli - Sonst wird es teuer

Wird die Widmung beschlossen, wird Wien auf die "Rote Liste" der gefährdeten Welterbestätten gesetzt, und nach Errichtung des 66 m Hochhauses der Welterbe-Titel aberkannt. Deswegen muss die vom 2.-12. Juli stattfindende Sitzung des Welterbekomitees der UNESCO in Krakau unbedingt abgewartet werden, da die UNESCO bis heute die Bestandshöhe des Hotel InterCont (ca. 40 m) als höchstzulässige Bauhöhe definiert hat. Ein voreiliger Gemeinderatsbeschluss brüskiert nicht nur die UNESCO, sondern kann - ob des dann erfolgten Rechtsanspruchs auf Konsumierung der Widmung - für die Stadt Wien sehr teuer kommen.

Heumarkt-Hochhausprojekt Demonstration: Für Weltkulturerbe und Rechtsstaatlichkeit - Gegen Bruch des UNESCO-Staatsvertrages

Vom Büro des Kulturministers, weiter zur Präsidentschaftskanzlei (Ballhausplatz), über Löwelstraße und Rathausplatz zum Rathaus.

Datum: 30.05.2017, 18:30 - 19:30 Uhr

Ort: Treffpunkt vor Büro des Bundesministers für Kultur, Mag. Thomas Drozda Minoritenplatz 3, 1010 Wien, Österreich

Url: www.stadtbildschutz.at
www.idms.at
www.aktion21.at

Rückfragen & Kontakt:
Herbert Rasinger, 0664/4197573, Initiative Stadtbildschutz
Markus Landerer, 0699/10244216, Initiative Denkmalschutz
Andrea Willson, 0699/18205372, Aktion 21 pro Bürgerbeteiligung

Originale APA-OTS-Presseaussendung: www.ots.at

 

Café-Restaurant "Schloss" Cobenzl: Originalsubstanz weitgehend unversehrt, 14.03.2017

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Initiative Denkmalschutz: Café-Restaurant "Schloss" Cobenzl muss erhalten bleiben. Originalsubstanz aus 1910 weitgehend unversehrt.

Intensive Recherchen zeigen Denkmalwürdigkeit Am Cobenzl

1190 Wien Wien (OTS) - Nach Räumungsbeginn des Cafe-Restaurants Schloss Cobenzl heute früh fordert die Initiative Denkmalschutz die Erhaltung dieses wichtigen Ausflugslokals, welches 1910 im secessionistisch beeinflussten barockisierenden Heimatstil unter der Leitung des Baurats Josef Pürzl vom Wiener Stadtbauamt errichtet wurde (Planverfasser: Architekt und Stadtbaumeister Rudolf Beck). Nach Brandschäden 1980 und Renovierung blieb die historische Bausubstanz weitgehend erhalten. Durch die veränderten Fenster- und Türöffnungen und den neu ergänzten Dekor an der Schauseite könnte man an einen vereinfachten Wiederaufbau glauben, doch nach Studium zeigt sich: Der gesamte Hauptraum samt originalem Gewölbe in "moderner" Eisenbeton-Bauweise hat sich über den im Inneren eingezogenen, neu errichteten Räumen erhalten. Daher fordert unser Verein von der Stadt Wien die Widmung einer Schutzzone gemäß Bauordnung. Auf Grund der besonderen Bedeutung als Ausflugslokal an dieser markanten Stelle im Wienerwald erachtet unser Verein das Gebäude auch als denkmalschutzwürdig (Denkmalschutzgesetz) und bittet das Bundesdenkmalamt um Prüfung.

 

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Stellungnahme Planentwurf 8180, Ottakringer Str., Helblingg., Bergsteigg., 09.03.2017

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8180, 17. Bezirk Hernals, Katastralgemeinde Hernals

Für das Gebiet zwischen Ottakringer Straße, Bergsteiggasse, Geblergasse und Helblinggasse

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

1170  Wien Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Dadurch wird auch am ehesten - neben der Festsetzung einer Schutzzone - der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden.

Konkret wird vorgeschlagen die Gründerzeithäuser Helblinggasse 5-11, Geblergasse 41 (Ecke Bergsteiggasse 20) sowie das Doppelhaus Bergsteiggasse 14-16 als Schutzzone zu widmen. (Auch der Fachbeirat schlägt in seiner Stellungnahme die Erhaltung des Gründerzeithauses Helblinggasse 5 vor ("soll überprüft werden"), nachdem der Abbruch dieses Objekts auf Grund der geplanten Änderungen der Bebauungsbestimmungen zu erwarten ist; vgl. auch Erläuterungsbericht Seite 5.) Ebenso schutzzonenwürdig ist das Gründerzeit-Eckhaus Ottakringer Straße 48 (Ecke Bergsteiggasse 2). Diese Objekte finden alle im Dehio-Handbuch des Bundesdenkmalamtes Erwähnung. Nach den Abbrüchen der ebenso im Dehio-Handbuch (aus 1996) erwähnten Häusern Bergsteiggasse 4, 6, 18 sowie Helblinggasse 13 wäre dies ein notwendiger und moderater Vorschlag einer Schutzzonenausweisung, auch im Sinne des "Schutzzonenplan Wien" des Magistrats (MA 19?; Grundlagen für die flächendeckende Darstellung künftiger Untersuchungsgebiete, Stand 1996), die das gesamte Plangebiet als "Schutzwürdigkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit" ausgewiesen hat.

1170  Wien
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Hochhausprojekt Heumarkt: Welterbe-Demo 11.3., Petitionen, Stellungnahmen, 24.02.2017

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Aviso: Demonstration für das Welterbe und gegen das Hochhausprojekt Heumarkt, Sa., 11.3. 15 Uhr, Beethovenplatz gegenüber Eislaufverein

Initiative Stadtbildschutz und Initiative Denkmalschutz sammeln Unterschriften für Stellungnahme Widmungsänderung und Petition

1010 WienWien (OTS) - Anlässlich des noch bis 16. März öffentlich aufgelegten Planentwurfs (Nr. 7984) zur Umwidmung des Areals Eislaufverein - Hotel InterContinental werden am letzten Wochenende vor Fristende Stellungnahmen zum Entwurf des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes ( www.wien.gv.at/stadtentwicklung/flaechenwidmung/aktuell/7984.html) gesammelt. Ebenso kann die Petition "Hochhausprojekt Eislaufverein: Für die Erhaltung des UNESCO-Welterbes und des Stadtbildes von Wien" ( www.wien.gv.at/petition/online) unterzeichnet und mit Vertretern der beiden Vereine gesprochen werden. Die Bürger sind herzlich eingeladen die Vielzahl von unterschiedlichen Aufrufen vor Ort zu unterzeichnen (so auch die Online-Petition "Stoppt das Hochhausprojekt am Wiener Heumarkt" der IG Kultur auf https://www.openpetition.eu/at/petition/online/stoppt-das-hochhausprojekt-am-wiener-heumarkt) und ein klares Protestzeichen gegen diese gigantische Bauspekulation inmitten des UNESCO-Weltkulturerbes, die die Präsidentin des Bundesdenkmalamtes gar als "Skandal" bezeichnet. Es wäre nicht nur beschämend, sondern auch eine Bankrotterklärung der Stadt Wien, wenn sie den Wiener Eislaufverein nicht ohne Verlust des Welterbes modernisieren könnte.

Demonstration gegen Hochhausprojekt Heumarkt und Unterschriftenstand

Datum: Samstag, 11.03.2017, 15:00 - 17:00 Uhr

Ort: Beethovenplatz (gegenüber Lothringerstraße 22), 1010 Wien, Österreich

Download: Unterschriftenliste für Petition Wien (für Bürger mit Hauptwohnsitz in Wien)
Download: Werbezettel für internationale Petition:
https://www.openpetition.eu/at/pdf/abrisszettel/stoppt-das-hochhausprojekt-am-wiener-heumarkt
Download: Vorlage für die Abgabe einer Stellungnahme zur Änderung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes

Foto: Blick vom Oberen Belvedere auf des UNESCO-Weltkulturerbe "Historisches Zentrum von Wien" (Rot durchgestrichen der aktuell geplante Hochhausturm). Foto/Visualisierung: Prof. Martin Kupf

Rückfragen & Kontakt:
Herbert Rasinger, Obmann des Vereins Initiative Stadtbildschutz, www.stadtbildschutz.at, mobil: 0664 / 419 75 73
Markus Landerer, Initiative Denkmalschutz, mobil: 0699 / 1024 4216, www.initiative-denkmalschutz.at

Original APA-OTS-Presseaussendung:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170224_OTS0020
 

Stellungnahme Planentwurf 8175, Rennweg u. Metternichg., 12.01.2017

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Stellungnahme zum Entwurf Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8175, 3. Bezirk Landstraße, Katastralgemeinde Landstraße

Für das Gebiet zwischen Rennweg, Metternichgasse, Strohgasse, Reisnerstraße, Jaurèsgasse und Rechte Bahngasse

Der Verein Initiative Denkmalschutz gibt folgende Stellungnahme ab:

1030 Wien Einleitung: Grundsätzlich wird im Sinne der Erhaltung des örtlichen Stadtbildes und der Altstadterhaltung, also zur Gewährleistung des Bestandes, eine bestandsgenaue Widmung für die historisch wertvollen Objekte im Plangebiet sowohl in der Höhenentwicklung, als auch hinsichtlich der bebaubaren Fläche vorgeschlagen. Ebenso möge die Anzahl der Hauptgeschoße mit einer besonderen Bestimmung (BB) exakt dem Bestand angepasst werden. Dadurch wird auch am ehesten - neben der Festsetzung einer Schutzzone - der Anreiz für Abbruch und Neubau vermieden. (Anmerkung: Da in den gültigen Flächenwidmungs- und Bebauungsplänen sowie im aktuellen Planentwurf keine Bestandshöhen angegeben sind, kann in dieser Stellungnahme nur auf augenfällige Differenzen zwischen Bestandshöhe und Widmungshöhe hingewiesen werden.)

1030 Wien

Jaurèsgasse 3 (ehem. Palais Redlich): Das 1900 in Neorenaissance-Formen mit secessionistischen Anklängen erbaute, denkmalgeschützte Palais gilt als ein Hauptwerk des bekannten Architekten Carl König. Begrüßt wird die im Planentwurf vorgesehene niedrigere Höhenwidmung (Bauklasse III) als die im aktuell gültigen Plandokument (Bauklasse IV 18 m).

Jaurègasse 9 (Reisnerstraße 49; ehem. Palais Sigray): Das 1872 von Architekt Viktor Rumpelmayer erbaute, denkmalgeschützte Palais in den Stilformen der "Neu Wiener Renaissance" (1880 adaptiert) möge in seiner Höhenwidmung bestandsgenau gewidmet werden. Die (wieder) geplante und aktuell gültige Bauklasse IV 18 m scheint für das 2stöckige Gebäude zu hoch.

Metternichgasse 3 (Reisnerstraße 44; Deutsche Botschaft): Die 1959-1965 erbaute Deutsche Botschaft von Architekt Rolf Gutbrod (1910-1999) stellt - laut der Fachorganisation DOCOMOMO Austria (NGO für die Erhaltung moderner Architektur) - "in seiner richtungsweisenden Moderne ein Dokument der baulichen Aufbruchsstimmung der europäischen Nachkriegsarchitektur dar" und ist daher eindeutig erhaltenswert. Auch für DOCOMOMO Deutschland wird dieser Nachkriegsbau als "unbedingt schutzwürdig" eingestuft. Dietmar Steiner, bis Ende 2016 Leiter des Architekturzentrum Wiens, setzt sich ebenso für den Erhalt ein wie auch Klaus Jan Philipp, Leiter des Instituts für Architekturgeschichte der Universität Stuttgart in seinem Gutachten zur Deutschen Botschaft 2007. In diesem Sinne plädiert der Verein Initiative Denkmalschutz – neben einer ernsthaften Prüfung einer Unterschutzstellung durch das Bundesdenkmalamt abseits möglicher diplomatischer Zurückhaltungen - für eine maßvolle Anpassung der Widmung an den Bestand. Auch muss klar die Vorgehensweise, zuerst einen Wettbewerb auszuschreiben, und danach den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan zu ändern, kritisiert werden. Bei einer solchen Vorgehensweise müssten die Bürger und NGOs schon im Vorfeld eingebunden werden (vor allem bei der Definition der Wettbewerbsziele), was aber nicht geschehen ist. Ansonsten ist die Gefahr sehr groß, dass die Abgabe einer Stellungnahme zum aktuellen Planentwurf zur Farce verkommt.

Metternichgasse 9: Das 1868 von Ferdinand Dehm erbaute, 3stöckige Gründerzeithaus mit seinen korinthischen Ädikulenfenstern scheint etwas zu hoch gewidmet. Hier wird empfohlen die Bauklasse IV mit einer bestandsgenauen Höhenbeschränkung festzusetzen.

Rechte Bahngasse 52: Der 3stöckige Gebäudetrakt steht in funktionaler Verbindung mit dem Sacre Coeur Schulcampus bzw. Gebäude Rennweg 31. Die im Planentwurf vorgesehene Höherwidmung dieses Gebäudetraktes von Bauklasse III auf Bauklasse IV 18 m wird auf Grund der historischen Bedeutung dieses Traktes abgelehnt.

1030 Wien

Reisnerstraße 44: siehe Metternichgasse 3

Reisnerstraße 48: Das 1stöckige Palais wurde 1881 vom Architekt Viktor Luntz für A. Glück-Krussitz erbaut und stellt einen wichtigen Profanbau des sonst als Kirchenarchitekten bekannten Friedrich Schmidt Schülers dar. Besonders hervorzuheben ist die feingliedrige Dachzone mit den 3 Fenstererkern und dem dekorativen Firstkamm. Umso begrüßenswerter ist daher auch die hier geplante niedrigere Höhenwidmung des nicht denkmalgeschützten Gebäudes. Jedoch möge überprüft werden, ob die geplante Bauklasse II (ohne Beschränkung) der Bestandshöhe entspricht. Falls dies nicht der Fall ist, möge die Bauklasse der Bestandshöhe genau angepasst werden.

Reisnerstraße 49: siehe Jaurèsgasse 9

Reisnerstraße 50 (ehem. Palais Sybel): Das Palais Seybel, erbaut 1889 "gehört zu den wichtigsten Schöpfungen des Ateliers Fellner & Helmer" (Zitat ÖKT, S.129). Daher ist die beabsichtige Abzonung von der derzeit gültigen Bauklasse IV beim 1stöckigen Verbindungstrakt zwischen dem Palais und dem Gründerzeithaus Reisnerstraße 48 zu begrüßen, wiewohl empfohlen wird – im Sinne der Bestandserhaltung – die Bebaubarkeit auf Bauklasse I mit zusätzlicher Gebäudehöhenbeschränkung zu reduzieren - anstelle der im Planentwurf vorgesehenen Bauklasse II.

Reisnerstraße 50 u. 52: siehe Rennweg 27

Reisnerstraße 55-57 (ehem. Palais Hohenberg): Die geplante, niedrigere Höhenwidmung des 3geschoßigen, monumentalen, strenghistoristischen und unter Denkmalschutz stehenden Doppelhauses in Neorenaissanceformen (erbaut 1873, Architekt Wilhelm Fraenkel) auf Bauklasse IV mit Gebäudehöhenbeschränkung auf 18 m wird sehr begrüßt (im aktuell gültigen Plan Bauklasse IV ohne Höhenbeschränkung)

Rennweg 27 (Italienische Botschaft; ehem. Palais Metternich): Der dem Planentwurf beiliegenden Stellungnahme des Fachbeirates für Stadtplanung und Stadtgestaltung: "Es wird um Überprüfung der Position des Neubaus bei der italienischen Botschaft gebeten. Die Distanz des Neubaus zur repräsentativen Seitenfront des benachbarten nördlichen Palais Reisnerstraße 50 soll überprüft werden. Diese Seitenfront sollte auch mit einem Neubau noch stadträumlich wirksam bleiben" in Bezug auf das 1stöckige Nebengebäude in der Reisnerstraße 52, das für diesen Neubau weichen soll, schließt sich der Verein Initiative Denkmalschutz vollinhaltlich an. Ebenso möge bei diesem im äußeren Erscheinungsbild eher unscheinbarem Nebengebäude noch die allfällige historische Bedeutung respektive Erhaltungswürdigkeit überprüft werden.

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Ensemble in Untersieveriung zerstört. Abriss Weinzingergasse 5, 20.12.2016

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Initiative Denkmalschutz: Weiterer Identitätsverlust in Döbling.
Ein Ensemble in Untersievering wurde zerstört!

Dieser Tage wurde das Haus Weinzingergasse 5 abgerissen. Es bildete mit seinen Nachbarhäusern ein geschlossenes historisches Ensemble. Das Haus zeigte sogar eine frisch restaurierte Fassade, doch das Gewinnstreben des neuen Eigentümers überwiegte, sodass es jetzt abgerissen wurde.

Abbruch: Weinzingergasse 5 ohne Schutzzonenwidmung

Da keine Schutzzone gewidmet war, konnte der neue Besitzer den Abbruch nach Belieben veranlassen, ohne dass irgendeine Behörde zustimmen musste. Besonders tragisch: Nur wenige Häuser daneben befindet sich die Schutzzone Sieveringer Straße (Ecke Weinzingergasse 1), sodass das historische Häuserensemble in der Weinzingerstraße 1-7 zur Gänze als Schutzzone hätte ausgewiesen werden können, ja sogar müssen. Das Haus wird – wie auch die anderen hier genannten in der Weinzingergasse - im Denkmälerinventar des Bundesdenkmalamtes angeführt (Dehio): "Verbauung E[nde]. 19. -A[nfang] 20. Jh. (...) Weinzingergasse 5, altdeutsch mit origineller, durch Risalite und Erker gegliederter Fassade und originalem Türblatt" (S. 602).

Wer verantwortet den Abriss politisch? Der Gemeinderat! Und auch der Bezirk Döbling?

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Heute ist Mittwoch, 12. Dezember 2018

Nächste iD-Veranstaltung:

Mitgliedertreffen
10. Dez. 2018


Österreichs gefährdetes Kulturerbe


Gerade im Europäischen Kulturerbejahr ist ein kritischer Blick auf den Stand des Denkmalschutz in Österreich vonnöten. Die Initiative Denkmalschutz, seit zehn Jahren kritisch-konstruktive Stimme für den Erhalt unserer Denkmäler, feiert mit diesem Buch gleichzeitig zehnjähriges Bestandsjubiläum. Mit Vorworten von Bernd Lötsch, Wilfried Lipp und Nott Cavaziel! Erhältlich im Verein oder im guten Buchhandel um EUR 29,90.




 
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Denkmalschutz ist Kulturschutz.
 

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